Esteros del Iberá

File 1131Die Esteros del Iberá sind ein weitläufiges Sumpfgebiet im Norden Argentiniens, das zu den größten Süßwassergebieten der Welt zählt und eine bemerkenswerte Tier- und Pflanzenvielfalt aufzuweisen hat. Die bei Touristen bislang erstaunlich unbekannte Region präsentiert sich nicht nur als Naturparadies der besonderen Art, sondern verspricht auch ein überraschend ungestörtes und entspanntes Besuchererlebnis.

Lagunen, schwimmende Inseln, versteckte Estancias und jede Menge Safari-Magie: Die Esteros del Iberá erstrecken sich über eine Fläche von über 13.000 Quadratkilometern und gelten als ein in ganz Südamerika einzigartiges Ökosystem. Infolge der Ernennung zum offiziellen Naturschutzgebiet im Jahr 1983 konnte sich nicht nur ein stabiles ökologisches Gleichgewicht in dem Sumpfgebiet entwickeln, sondern wurde auch erfolgreich ein Jagdverbot eingeführt – diesem Verbot ist es heute zu verdanken, dass die faszinierende Inselwelt der Esteros del Iberá nicht nur für Liebhaber außergewöhnlicher Landschaften, sondern auch für Freunde seltener und skurriler Tier- und Vogelarten ein überaus sehenswertes Ausflugsziel darstellt. Neben so exotischen Tierarten wie Brüllaffen, Mähnenwölfen und Wasserschweinen lassen sich hier unter anderem auch Kaimane, Otter und Piranhas hautnah beobachten – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein direkter Kontakt mit dem Wasser sollte daher besser vermieden werden; eine Alternative zum Schwimmen und Baden bietet jedoch der Blick gen Himmel: Über 350 teils sehr seltene Vogelarten nennen die Sumpflandschaft der Esteras del Iberá ihr Zuhause und begeistern Experten des Fachs ebenso wie Neulinge in der Vogelbeobachtung mit ihrer außergewöhnlichen Farben- und Klangvielfalt.

Wer einen Besuch in den Esteros del Iberá in seine Reiseroute einplanen möchte – der Nationalpark ist ideal zwischen Buenos Aires und den Iguazu Wasserfällen situiert – dem empfiehlt sich eine Übernachtung im Dorf Colonia Pellegrini an der Laguna Iberá, der größten Lagune des Sumpfgebietes, oder auf lokalen Ranches und Farmen. Da eine individuelle Reiseorganisation aufgrund der schwachen Infrastruktur, der Abgeschiedenheit der Region und der großen Entfernungen zwischen den bewohnten Siedlungen sehr schwierig und ohne Spanischkenntnisse fast gänzlich unmöglich ist, lohnt es sich jedoch, den Ausflug in den Nationalpark über ein Reisebüro zu buchen – die unvergesslichen Eindrücke, die dieses Naturparadies bietet, entschädigen dann im Handumdrehen für den entstandenen organisatorischen Aufwand.

 
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